Der Kaffee im Jesus Martin in Salento bringt Gesichter zum Leuchten. Auch im Kaffeedreieck Kolumbiens ist hervorragender Kaffee weder selbstverständlich noch überall zu haben. Auch wenn man eine richtige Kaffeekultur im Land des Kaffees vermisst, vor einer Nescafe-Unkultur wie in Brasilien braucht man sich hier zum Glück nicht zu fürchten.
Wir besuchen eine Kaffee-Finca und schauen uns den Prozess der Kaffeeerzeugung an. Die frisch geschälte Frucht enthält zwei Bohnen, die von einer süßen Schicht ummantelt sind. Schmeckt fast wie Litschi. Es gibt vier Ernten im Jahr, die überwiegend von Saisonarbeitern bewältigt werden. Ein Kilo Kaffee bringt dem Arbeiter 300 Pesos ein. 2300 Pesos entsprechen derzeit einem Euro. Ein mühsames Geschäft denkt man sich, aber bis zu 50 Euro Tagesverdienst sind sehr attraktiv und locken viele helfende Hände an.